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Planspielgipfel
Ansatz
Planspielgipfel finden in der Regel an authentischen Orten der politischen
Entscheidungsfindung statt, beispielsweise im Wasserwerk in Bonn oder
im Landtag des Saarlandes in Saarbrücken. In europabezogenen Planspielen
werden komplexe Planungs-, Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse mit
den jeweiligen Konfliktlagen möglichst realitätsnah "nachgespielt."
Die Teilnehmenden übernehmen vor dem Hintergrund einer fiktiven Ausgangslage
- dem sogenannten Szenario - für die Dauer des Planspieles Rollen
von Akteuren.
Die Spieler treten aus einer passiven Rolle in die aktive Rolle eines
gestaltenden Akteurs. Sie müssen sich in die jeweiligen sozialen,
wirtschaftlichen und politischen Hintergründe der vertretenen Personen
und Länder versetzen, Anträge stellen, Parteien vertreten, Sachverhalte
diskutieren, Koalitionen schmieden und letztendlich zu Entscheidungen
kommen.
Abgerundet und gefördert wird das direkte Erleben politischer Entscheidungsabläufe
durch die Teilnahme von Politikern und Experten im Rahmen einer Anhörung.
Die Planspielmethode ist sehr gut geeignet, sowohl die komplexen politischen
Inhalte als auch die Formen demokratischer Entscheidungsfindung für
Jugendliche auf einer sehr persönlichen Ebene zu vermitteln und damit
den Dialog zwischen Jugend und Politik zu fördern.
Ziel
Im Rahmen des Projektes Jugendgipfel für Europa sollen
Jugendliche an zwei Tagen durch die handlungsorientierte Methode des Planspieles
und dem Einbezug von Politikerinnen und Politikern:
-
sich mit europäischen Themen auseinandersetzen
-
einen Einblick in den Aufbau und Funktionsweise der
europäischen Institutionen erhalten,
-
direkt mit Politikerinnen und Politiker ihre Interessen
diskutieren können,
-
die unterschiedlichen Perspektiven des europäischen
Einigungsprozesses wahrnehmen,
-
sowie demokratische Abläufe kennen lernen und
dabei selbst aktiv werden.
Der
Jugendgipfel kann mit seinem handlungs- und erlebnisorientierten Ansatz
ein breites Spektrum an Jugendlichen erreichen. Für die Durchführung
bedarf es jedoch einer gründlichen Vorbereitung und Organisation
sowie eine gute Betreuung der Jugendlichen während der Veranstaltung.
Dies wird durch Mitglieder des Juniorteams
Europa der Forschungsgruppe Jugend und Europa, die entsprechend methodisch
und inhaltlich geschult sind, übernommen. Das Prinzip der peer
group education, das dem Konzept des Juniorteams zugrunde liegt,
ist in diesem Kontext grundlegendes Prinzip: Jugendliche werden durch
Jugendliche vorbereitet, eingearbeitet und betreut.
Ein am 4./5. Mai 2000 im Landtag des Saarlandes durchgeführter
"Jugendgipfel für Europa" ist dokumentiert und kann bei
der FGJE bestellt werden.
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